Letztes Feedback

Meta





 

Fortsetzung 10

Wir wanderten noch immer ohne konkretes Ziel umher, jedoch war heute die Stimmung wesentlich gespannter als am Tag zuvor. Joe war den ganzen Weg über schlecht gelaunt, schimpfte und fluchte, doch davon bekam ich kaum weiteres mit, da meine Gedanken nicht von dem gutaussehenden Jungen loskamen. Wer war er? Hatte er mich tatsächlich angelächelt? Und warum hatte er dies getan? Mein Blick wanderte zu Joe.

"Was glaubst du Joe, wer war dieser Junge vorhin? Er sah...", ich brach verlegen ab "Er sah sehr nett aus oder nicht?"

Joe stieß einen verächtlichen Ton aus " Klar, sehr nett, wirklich. Was soll schon mit ihm sein, du kennst ihn nicht, woher weißt du, dass er nett ist?"

Er war stehen geblieben und schaute verärgert drein.

Ich schüttelte verwirrt den Kopf. Was hatte er denn? " Sag mal, was ist denn los mit dir? Den ganzen Tag schon meckerst du ohne Pause!"

Ich sah wie mein bester Freund wütend zu mir herum fuhr und mich verärgert anfunkelte. "Vielleicht könnte ich mir schöneres vorstellen, als ohne jegliches Ziel herumzuirren!" knurrte er.

Das tat weh. Tränen stiegen mir in die Augen, doch ich blinzelte sie fort. "Ich habe dich nicht gezwungen mit mir zu kommen, Joe. Ich habe dir von Anfang an gesagt, ich möchte dich hier nicht mitreinziehen. Und vielleicht wäre es auch besser gewesen ich hätte mich allein auf den Weg gemacht!" ,schrie ich verzweifelt, ohne es auch nur annähernd so zu meinen. Schließlich war er mein ein und alles, ich hatte doch nur ihn, und wollte das wichtigste in meinem Leben keineswegs verlieren, und natürlich war ich überglücklich das er mich begleitete. Doch es war zu spät. Die Worte standen nun im Raum, und ich spürte wie sie einen Keil zwischen uns trieben.

" Wie du willst, wenn du mich nicht bei dir haben möchtest, mich nicht brauchst, dann verschwinde ich. Geh doch zu diesem netten Kerl!" fauchte er, machte kehrt und lief davon. Nun konnte ich die Tränen nicht mehr länger zurückhalten, ich spürte wie sie meine Wangen hinunterliefen und auf den Boden tropften, und mit ihnen fiel all meine Hoffnung von mir ab. Als ich ein ersticktes " Nein Joe, bitte...nein..." herausbrachte, war er schon um die Kurve gebogen. Er war fort. Ohne mich. Ich war allein.

 

27.12.10 13:37

Werbung


bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)


 Smileys einfügen