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Fortsetzung 7

Ich stolperte den engen Gang entlang, die Wände schienen sich immer enger zusammenzuziehen, als wollten sie mich erdrücken. Doch als ich die Hände dagegen stemmen versuchte, griff meine Hand ins Leere. Dann stürzte ich in das mir genannte Zimmer und nahm lediglich das dürftige Mobiliar auf den Holzdielen wahr, ehe ich mich auf das einzige Bett fallen ließ. Im nächsten Moment hatte diese seltsame Taubheit erneut von mir Besitz ergriffen, wieder rückte alles in weite Ferne und ich schloss erschöpft die Augen. Plötzlich zuckte zum wiederholten Male dieser grelle Blitz vor meinem inneren Auge. Dann erschien ein endloser Raum, bestehend aus nichts als tausenden und  abertausenden dunklen, eiskalten Kacheln. Ein leicht grünliches Licht ermöglichte mir die Sicht und so blickte ich mich um. Was war das für ein schrecklicher Ort? Eine zusammengekauerte Gestalt, die mit dem Rücken zu mir auf dem Boden hockte, ließ mich zusammenfahren. Wer war dieses Mädchen? Das einzige was ich zu erkennen vermochte waren ihre schulterlangen hellbraunen Haare, die meinen nicht unähnlich waren. Wer war sie? Langsam drehte das Mädchen den Kopf. Gleich würde sie mir ihr Gesicht offenbaren. 

Schwarz.

Ich öffnete die Augen. Sofort warJoe bei meinem Bett und schloss mich in seine Arme.

"Was ist denn nur los mit dir? Warum schreist du denn? Bitte sage mir doch endlich was zum Teufel los ist, Linn.", flüsterte er ruhig.

"Ich weiß es nicht, wirklich nicht. Ich bekomme es noch nicht einmal mit, wenn ich schreie. Du musst mir glauben. Aber ich habe gerade etwas schreckliches geträumt.", erklärte ich mit dünner Stimme und versuchte die Tränen zu unterdrücken. Als ich mich einigermaßen gefasst hatte, erzählte ich ihm von dem Raum und dem Mädchen darin. Die Blitze und Die Taubheit jedoch verschwieg ich lieber. Er sollte sich nicht noch mehr Sorgen machen oder mich gar für verrückt erklären.

"Okay, das war nur ein Alptraum. Das hat doch nichts zu bedeuten, du brauchst keine Angst zu haben, alles wird gut."

Wenn er doch nur wüsste, wie sehr er sich täuscht, dachte ich in dem Moment, als die Worte seine Lippen verließen, wenn er doch nur wüsste. So sehr ich ihm auch Recht geben wollte, wusste ich doch das es nicht stimmte.

18.10.10 14:02

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