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Fortsetzung 2

Am nächsten Morgen erwachte ich mit steifem Nacken und schmerzendem Rücken. Ich blinzelte ein paar mal ehe ich mit einem Schaudern begriff dass ich nicht in meinem Bett lag. Was war nur geschehen? Ein leiser Seufzer entfuhr mir, ich schloss erneut die Augen begann meine Schläfen zu massieren. Dann war mir als durchzucke mich ein Blitz. Mir fiel alles wieder ein. Ich hatte einen schlimmen Alptraum gehabt und bin dann geflohen. Doch vor was? Vor dem Internat? Vor den Lehrern dort? Meinen Mitbewohnern? Eine Leere breitete sich in mir aus, mir wurde kalt und ich begann erbärmlich zu zittern. Die Krallen der Verzweiflung langten nach mir und die schwarze Dunkelheit von Unsicherheit überkam mich, der für gewöhnlich nur Joe Einhalt gebieten vermochte,wenn ich, wie so oft, hinabgezogen werde in die finsteren Abgründe der Verzweiflung. Doch er war nicht da. Niemand war da, ich war auf mich allein gestellt. Bei dieser schrecklichen Erkenntnis spürte ich heiße Tränen meine Wangen hinab laufen. Natürlich wusste ich, dass ich ohne ihn nicht leben konnte. Er allein holt mich aus meiner schaurigen Welt, die sich seit ich im Internat bin, um mich errichtet hat. Ich hatte mein Leben einfach nicht im Griff, war oft unsicher, in mich gekehrt und verzweifelt, saß stundenlang auf meinem Bett und fühlte ich abgeschnitten von der realen, und gefangen in einer fremden, scheußlichen,grauen Welt.Doch Joe half mir immer, das hatte er stets getan, er half mir mein Leben zu leben und nun musste ich ohne ihn zurechtkommen. Schluchzend erhob ich mich, griff nach meinem Rucksack und wandte mich dem Weg zu. Plötzlich erstarrte ich. Keine 3 Meter von mir entfernt lag eine Person mit dem Rücken zu mir im Gras und rührte sich nicht. Meine Gedanken rasten, mein Herzschlag beschleunigte sich. War das mein Verfolger von letzter Nacht? Oder eine Leiche? Ich war mir nicht sicher und so beschloss ich so schnell wie möglich zu verschwinden. Doch als ich den ersten Schritt wagte, ertönte eine Stimme aus der Richtung und ließ mich unwillkürlich zusammen zucken."Wo wollen wir denn jetzt wieder hin, junge Dame?" Ich erschrak und schickte mich an die Flucht zu ergreifen, als ich im letzten Augenblick die Stimme wiedererkannte.
"Joe!"


20.8.10 15:54

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