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Fortsetzung

Mit meinem Rucksack auf dem Rücken schlich ich hastig die leise knarzende Treppe hinunter. Unten erwog ich es meinen besten Freund Joe aufzuwecken und mitzunehmen, entschied mich aber schließlich doch dagegen. Warum sollte ich einen Menschen der mir so viel bedeutete in solche Schwierigkeiten hineinreiten? Ich machte auf dem Absatz kehrt und stürzte zur Tür hinaus in die Finsternis. Mein Herz raste, in meinem Kopf wirbelten die Gedanken umher, als ich einmal tief durchatmete und dann in die Nacht hinaus rannte. Es ging leicht bergauf und die Bäume flogen nur so an mir vorbei als ich mit aller Kraft versuchte so viel Abstand zwischen mich und das Internat zu bringen wie nur irgend möglich. Erneut bemerkte ich wie mir die Angst Tränen in die Augen trieb und mich dazu brachte mein Tempo noch zu erhöhen. Ich lief einfach immer weiter, war mir nicht sicher wohin oder warum. Immer wieder hatte ich das seltsame Gefühl verfolgt zu werden, doch wenn ich mich umschaute entdeckte ich nichts als Dunkelheit und Stille die gelegentlich von einem Vogel zerrissen wurde. Nach einiger Zeit, ich wusste nicht wie lange ich nun schon unterwegs war, begann meine Lunge zu schmerzen, meine Füße drohten zu versagen und der Rucksack schien immer schwerer zu werden, doch ich beachtete es gar nicht sondern hetzte weiter. Schließlich bog ich in eine winzige, verlassene Landstraße ein und nach ein paar Metern verschwamm alles vor meinen Augen, in meinem Kopf entstand eine dumpfe leere und meine knie gaben unter mir nach. Ich stürzte benommen auf den schmalen Pfad, schleppte mich mit letzter Kraft in eine kleine Kuhle im Gebüsch am Wegesrand, wo ich vom Schlaf übermannt wurde.

14.8.10 12:35

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